Wolfgang Graczol

Wolfgang Graczol Intendant

Liebe Freunde des Taeter-Theaters,

am Samstag, den 21. Mai, holen wir unser Jubiläumsfest: 35 Jahre Taeter-Theater nach. Eingeleitet von Danksagungen, Rückblicken und Ausblicken werden wir mit ein paar theatralischen Leckerbissen für Unterhaltung sorgen. Aber auch an Atzung und Labung ist gedacht. Daher wünschen wir heute schon: Guten Appetit!
Den erhoffen wir auch in Hinblick auf unser Mai-Programm mit zwei Gastspielen in italienischer Sprache, „Céra una volta la guerra“ am Samstag, den 14. Mai und „Tutto il mare o due bicchieri?“ am Sonntag, den 22. Mai, sowie vier Eigenproduktionen.
In Abwandlung eines Antikriegswortes beschlich uns coronabedingt in den letzten Monaten oft der Gedanke: „Stell Dir vor, es ist Vorstellung und keiner geht hin“. Daher wünsche ich mir einen regen Mai-Besuch! Unser Jubiläumsfest sei nicht als Finale, sondern als Auftakt zu verstehen, denn die Lust, in die Abgründe der menschlichen Natur Licht zu bringen, treibt uns auch heute noch an, ob es sich um einen Kampf auf Leben und Tod zwischen Vater und Sohn in Kafkas Das Urteil handelt, um die Verdrängungen in Thomas Bernhards rätselhaftem Fragment Der Italiener, um die witzigen und manchmal haarspalterischen Wortgeplänkel in Karl Valentins Valentiniaden oder um den Wahnsinn und die Bestialität des Krieges in Die letzten Tage der Menschheit von Karl Kraus.

In all diesen Stücken, in manchen mehr, in manchen weniger, blitzt Humor auf. Und das ist wichtig, denn die mitunter bittere Medizin des Lebens soll mit einem Lächeln aufgenommen werden.

Gute Unterhaltung wünscht Ihnen lächelnd

Ihr

Wolfgang Graczol

(Bitte setzen Sie einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske oder FFP2-Maske) auf, bevor Sie das Theater betreten. Auch während der Vorstellung muss die Maske getragen werden.)