Wolfgang Graczol

Wolfgang Graczol Intendant

Liebe Freunde des Taeter-Theaters,

unsere 33. Spielzeit eröffnen wir am Freitag, den 4. Oktober um 19:00 Uhr mit einem kalten Buffett und einem Begrüßungssekt für unser Publikum. Ab 20:00 Uhr bieten wir dann geistige Genüsse mit Rainer Lewandowskis Künstlerkomödie Heute weder Hamlet, einem Stück über einen ehemaligen Hamletdarsteller, der nun als Theatervorhangzieher temperamentvoll Rückschau auf sein Leben hält.
Es spielt: Wolfgang Graczol

Tags darauf, am Samstag, den 5. Oktober zeigen wir unseren Klassikerabend Elektra von Hugo von Hofmannsthal, der die alte Tragödie um den Muttermord Elektras an Klytämnestra, der Mörderin von Agamemnon, Elektras Vater, als erotischen Fiebertraum mit unglaublich poetischer Kraft ins 20. Jahrhundert gerettet hat, dem Jahrhundert von Siegmund Freuds Traumdeutung.

Am Sonntag, den 6. Oktober können Sie eine Theatralisierung von Franz Kafkas Das Urteil sehen. Hier geht es um einen Vater-Sohn-Konflikt, der harmlos beginnt und albtraumhaft endet.
Auch bei diesem Stück könnte Freud Pate gestanden haben.

Am Freitag, den 11. Oktober liest Wolfgang Graczol eine eigene Auswahl aus dem Weltkriegsdrama von Karl Kraus Die letzten Tage der Menschheit. Hurrapatriotismus, Dummheit und Perfidie, Gefolgsleute und Vorboten eines Krieges, läuten hier das Ende der k.u.k.-Donaumonarchie ein.

Am Samstag, den 26. Oktober gastiert Götz Widmann mit seinem Programm „Zeitreise“. – 25Jahre unanständige Lieder.
Götz Widmann ist Liedermacher, aber einer, der lieber den Mittelfinger als den Zeigefinger erhebt. Exemplare dieser Gattung sind ausgesprochen selten, was einen Abend mit dem Punk unter den Songpoeten zu einem so besonderen Erlebnis macht. Es ist meistens hochgradig amüsant, manchmal schockierend, immer aber extrem erfrischend einem wirklich unabhängigen Geist zu lauschen, der gegen Maulkörbe aller Art allergisch ist, sich vor keinen politischen Karren spannen lässt und Denkverbote egal aus welcher Richtung mit seinem Witz einfach beiseite fegt. – Vor 25 Jahren gründete er mit seinem Partner Kleinti „Joint Venture“.

Daß unser Oktoberprogramm kleiner als sonst ausfällt, hat damit zu tun, daß wir uns in den Endproben zu Allan Ayckbourns „Falsche Schlange“ befinden, einem Kriminalstück, gewürzt mit echt britischem Humor.

Gute Unterhaltung wünscht Ihnen

Ihr

Wolfgang Graczol