Wolfgang Graczol Intendant

Liebe Freunde des Taeter-Theaters,

am Samstag, den 12. Mai hat Hugo von Hofmannsthals Tragödie „ELEKTRA“ im Heidelberger Taeter-Theater Premiere. Nun liegt das Ergebnis, die Inszenierung, die wir einer interessierten Zuschauerschaft in öffentlichen Proben in Teilstücken präsentieren konnten, in seiner Gesamtheit vor.

Hugo von Hofmannsthals „ELEKTRA“ ist ein düsterer, erotischer Fiebertraum, der in rauschhaften, poetischen Sprachbildern die alte Geschichte vom Muttermord an Klytämnestra, der Mörderin Agamemnons, des Vaters von Elektra, neu erzählt.

Wir haben uns in unserer Inszenierung in diese ineinander verstrickten und in sich selbst gefangenen Seelen eingelebt, und das Zeitlose des Themas sichtbar gemacht: den immer wieder auflodernden Hass. – Dabei stand mir ein Ensemble zur Verfügung, das bereit war, an Grenzen zu gehen, manchmal sogar darüber hinaus.

Ich hoffe, daß unsere Aufführung einschlagen wird, wie eine Bombe. Denn die Verlebendigung von Texten auf der Bühne hat in vielen Theatern der Gegenwart Seltenheitswert.

 

Gute Unterhaltung und anregende Stunden im Taeter-Theater wünscht Ihnen

Ihr

wolfganggraczol