Wolfgang Graczol

Wolfgang Graczol Intendant

Liebe Freunde des Taeter-Theaters,

am Samstag, den 9. November um 20:00 Uhr hat Alan Ayckbourns Kriminalstück „Falsche Schlange“ im Taeter-Theater Premiere.

Die Gattungsbezeichnung Kriminalstück stammt übrigens von uns, damit der Zuschauer Bescheid weiß und nicht denkt, es handele sich bei dem Titel (à la „Falscher Hase“) um ein chinesisches Gourmetgericht.

Es geht vordergründig um Erpressung und Mord: Annabel Chester, die vor dreißig Jahren als junge Frau das Vaterhaus fluchtartig verlassen und in Tasmanien ein Geschäft aufgebaut hatte, kommt nun nach Abwicklung dieses Geschäftes zurück nach England, um das Erbe ihres toten Vaters anzutreten, der überraschenderweise nur sie, Annabel, als Erbin eingesetzt hat und nicht ihre jüngere Schwester Miriam, die den Vater bis zu seinem Tod gepflegt hat. Die ehemalige Krankenschwester des Vaters, Alice Moody, überrascht die eben vom Flugplatz gekommene Annabel im Garten des Hauses mit Ungeheuerlichkeiten, den Tod des Vaters betreffend. Er sei, wie sie behauptet, von Miriam umgebracht worden, und sie wolle sich nun von Annabel, der Erbin, ihr Schweigen über diesen Mord, den sie übrigens beweisen könne, teuer erkaufen.

Soweit die Ausgangsposition der Handlung, die sich von einem Meister der Bündelung unterschiedlichster psychologischer Handlungsstränge, wie es Ayckbourn ist, spannend weiterentwickelt. Ein Kriminalstück also voll überraschender Wendungen, Dramatik, Poesie, aber auch des immer wieder aufblitzenden britischen Humors.

Es spielen: Sabine Gerspach, Tinka Hartung und Nicolette Quigley. Inszenierung: Wolfgang Graczol

Weitere Termine: So 10./Fr 15./Sa 16./So 17.11.2019

Um einen Mord mit weitreichenden Folgen geht es auch in Hugo von Hofmannsthals Tragödie Elektra. Elektras Vater wurde vor Jahren umgebracht. – Die Toten sind zwar tot, aber in den Seelen der Hinterbliebenen leben und wirken sie weiter. – Geisterhaftes Stück voll sprachlicher Brillianz, Erotik und Poesie geistvoll dargebracht.

Termin: Do 21.11.2019

Über die weiteren Eigenproduktionen Heute weder Hamlet, Valentiniaden, Das Urteil und Der Herr Karl informieren Sie sich bitte hier im Internet.

Und die Ankündigung eines interessanten musikalischen Gastspiels:

„Schreib´ mir nur recht viel von der Zukunft…“ Lesekonzert zum 200. Geburtstag von Clara Schumann. Lieder und Duette von Robert und Clara Schumann sowie Briefe aus der Verlobungszeit.

Die Beziehung zwischen Robert Schumann, einem zunächst Unbekannten und der international gefeierten Klaviervirtuosin, Clara Wieck, seiner späteren Frau, wurde von der Nachwelt immer wieder auf unterschiedlichste Weise kommentiert und beurteilt. In diesem Programm kommen die Protagonisten selbst zu Wort, in ihren Briefen und vor allem in ihren Kompositionen. Im Zentrum steht der zauberhafte Anfang, der beflügelt war von der Utopie einer symbiotischen Künstlergemeinschaft, in der die Partner zu einem „gemeinsamen, ästhetischen Ich“ verschmelzen.

Die Interpreten sind: Silke Kaiser, Sopran; Thomas Möller, Bariton; Jens Fuhr, Klavier.

Gute Unterhaltung wünscht Ihnen

Ihr

Wolfgang Graczol