PREMIERE

Fahrt in die Fremde – Die Kindertransporte 1938/39 nach England

Dokumentartheater von Hans-Werner Kroesinger - voraussichtlich ab Spätfrühling 2012 im Taeter-Theater!

fahrtindiefremde11938/39 konnten 10 000 jüdische Kinder dem festen Griff des nationalsozialistischen Systems entzogen werden – Mit einem Koffer und zehn Reichsmark, das Herz voll Hoffnung und Angst, so ging es auf die Reise nach England.
Wolfgang Graczol hat den Text dieses Stückes, der aus 20 bis 25 unterschiedlichen biographischen Zeugnissen zusammengestellt und für vier Schauspieler konzipiert worden war, auf acht verschiedene Schicksale erweitert. Die jüngste Darstellerin ist 14 Jahre alt, der älteste Darsteller 86 Jahre und Zeitzeuge der Ereignisse.

Das Urteil

von Franz Kafka – seit 29.05.2011 im Programm des Taeter-Theaters!

WolfgangGraczol_DasUrteilAn einem Sonntagmorgen im schönsten Frühjahr schreibt der junge, erfolgreiche Kaufmann Georg Bendemann einen Brief an seinen Jugendfreund im fernen Petersburg, um ihn zu seiner Hochzeit einzuladen. Als Georg seinem alten Vater, mit dem er in gemeinsamer Wohnung lebt, von seiner Einladung an den Freund erzählt, entwickelt sich zwischen ihnen überraschend ein Machtkampf um Leben und Tod.

Die dramatische Struktur der Erzählung reizte Wolfgang Graczol zu dieser experimentellen Aufführung und schuf für sie einen unheimlichen Assoziationsraum.

Morir

von Sergi Belbel – erstmals am 13.05.2011 auf der Bühne des Taeter-Theaters!

“Das Theater ist ein ziemlich guter Ort für zweite Chancen” schreibt der Autor Sergi Bebel zu seiner tragischen Komödie “Ein Augenblick vor dem Sterben”.

Ein schlafloser Autor entwirft ein Drehbuch: ein Todeskandidat erhält im Augenblick des Sterbens die Chance, ein anderes, schöneres Leben weiterzuleben.

Was so naiv den alten Traum des “Was wäre, wenn..?” aufgreift, entwickelt sich zunächst als Folge von unterschiedlichen Sterbeszenen: brutal, tragikomisch, alltäglich.

Aber nach der Pause kommt die zweite Chance, überraschende Verbindungen und Zusammenhänge werden sichtbar, eine Kette von unvorhergesehenen Wirkungen entfaltet sich. Alles sieht nach Zufall aus…

Theatergruppe Unszeniert

Das neu gegründete Ensemble besteht vorwiegend aus Studentinnen und Studenten verschiedener Fachrichtungen und verschiedener Unis. Zwar haben die Einzelnen schon mehrmals zusammengespielt, aber die gegenwärtige Konstellation ist neu – darum hat die Gruppe jetzt einen neuen Namen. Pascale Croissier und Susanne Figge führen Regie.

Sergi Belbel arbeitet als Autor, Übersetzer und Regisseur in Barcelona. Er ist heute 48 Jahre alt.

Das Stück “Morir” ist 1994 erschienen. Für seine Regiearbeiten, Übersetzungen und Bühnenwerke wurde Belbel mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet, u. a. 1996 das erste Mal mit dem spanischen Nationalpreis für dramatische Literatur, für “Ein Augenblick vor dem Sterben”.

Der Kontrabaß

Am 16. April 2011 hatte Patrick Süskinds “Der Kontrabaß” im Heidelberger Taeter-Theater Premiere. Den Kontrabassisten spielt Benjamin Hille.

"Der Kontrabaß" mit Benjamin Hille

Ein einsamer Orchestermusiker frönt in seiner schallisolierten Wohnung der Hassliebe zu seinem Instrument: dem Kontrabass. Seine leidenschaftlichen Tiraden hält er mit reichlichem Biergenuss in Schwung. Ob aus seiner heimlichen Liebe zu einer Sängerin etwas wird, bleibt offen. Über die Qualen seiner in die Zwänge einer strengen Hierarchie eingebundenen Existenz lässt er uns dagegen nicht im Zweifel.

Inszenierung: Wolfgang Graczol

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